Nachdenkliches

Mit zwei Krebserkrankungen und der jahrelangen Behandlung seit Ende 2001 ist längst nicht mehr alles wie es war. Eine 100 prozentige Leistungsfähigkeit wird es nie wieder geben. Aufgrund meiner Fachärzte (Onkologie, Internistin) bin ich schon lange doppelt geimpft (28.5. und 09.07. – ein digitaler Impfpass liegt vor – durch die Praxis meiner Lungenfachärztin) Auch der regelmäßige Besuch ist meinem Fitnessstudio ist nichts schlimmes, sondern aus medizinischen Gründen erwünscht und erforderlich. Nur so kann ich langfristig wieder dauerhaft Belastung aufbauen und die Blutwerte bekämpfen sowie versuchen zu verhindern, dass es zu einer dritten Krebserkrankung kommt. Sport wird in der Onkologie schon lange als ein Medikament angesehen.

Doch es gibt Ereignisse, die noch einmal alles auf den Kopf stellen. Ärgerlich ist dies insbesondere dann, wenn man wie ich inzwischen neun Webseiten besitzt. Begonnen hat die Geschichte mit meinen Webseiten bereits im Jahr 2011. Und ich erhalte bei meinen Webseiten viel positives Feedbach. Auch sonst bin ich aufgrund der Behandlung meiner Krebserkrankungen in den unterschiedlichen Arztpraxen weit vernetzt.

Jedoch scheint das allerdings nicht allen zu gefallen, wenn man sich eigenständig beschäftigt und Webseiten oder eine Selbständigkeit aufbaut. Ich wäre auch liebend gern schon lange unabhängig gewesen – oder zumindest wieder in die Rolle eines Aufstockers gerutscht. Bei Krebspatienten sollte man jedoch aufhören, Wunder zu erwarten. Für Termine beim Jobcenter habe ich den Erinnerungsservice per SMS eingerichtet, damit ich keine Termine verpasse.

Ende August musste ich dann völlig geschockt unerwartet mit einer Kürzung meiner Gelder klar kommen – nein, nicht 19 Pozent, sondern gleich 30 Prozent. Vor zwei Tagen war das Ergebnis noch etwas heftiger – gleich 40 Prozent Kürzung. Logisch, dass mir das mit meiner angeschlagenen Gesundheit nicht gut getan hat. Es versteht sich inzwischen von selbst, dass ich natürlich in den Wiederspruch gegangen bin. Ich habe im gesamten September nicht anrufen können. Macht man das mit jedem Krebspatienten? Hat man vielleicht keine Lust, zusätzlich zu recherchieren, ob jemand schon an anderer Stelle geimpft wurde.

Natürlich gibt es jetzt wohl jetzt auch eine traurige Seite bei meiner Geschichte mit den Kürzungen: meine ursprünglich bis zum 15.09.2021 geplante Dienstreise nach Prenzlau konnte ich erst heute am 02.10.2021 antreten.

Die Arbeit an meinen Webseiten geht natürlich weiter – wenn auch vielleicht an manchen Tagen in einem etwas verringertem Umsatz, da es durch meine Brustkrebserkrankungen zu regelmäßigen Arztterminen auch in Zukunft kommen wird.

P. S. Hoffentlich bekommt man das irgendwann in den Griff, dass ich meinen Versuch, den Führerschein zu machen, damals nicht zu Ende machen konnte. Von daher kann ich auch nicht einfach ins Auto steigen. Und nur weil ich einst in den Callcentern SNT und Flexitel in der Lützowstraße 105 gearbeitet habe, heißt das noch lange nicht, dass ich mit der anderen Welt dort etwas zu tun habe. 

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