Details zu den Welterbestätten

Seit vier Jahrzehnten nimmt die UNESCO besondere Stätten der Natur und der Kultur in die Listen des Welterbes auf. Für Schweden begann die Zeitrechnung in der UNESCO im Jahr 1991. Zu diesem Zeitpunkt kam es zur Aufnahme vom Königlichen Sommerschloss Drottningholm. Es folgte die Aufnahme von weiteren Stätten wie zuletzt im Jahr 2012. Dabei ist die Vielfalt breit gefächert, so dass viele verschiedene Schätze in den Listen des Welterbes zu finden sind.

Das sind die Welterbestätten in Schweden:

Königliches Sommerschloss Drottningholm – 1991

In früheren Tagen handelte es sich bei dem Bauwerk um ein königliches Lustschloss. Heute stellt das Schloss den privaten Wohnsitz der königlichen Familie in Schweden dar. Gleichzeitig liegt bei dem Schloss eine museale Nutzung vor. Seit mehr als acht Jahrzehnten steht Schloss Drottningholm unter dem Schutz des Staates. Zwei spezielle Gebäude führten zur Aufnahme der Schlosses in die Welterbeliste der UNESCO.

Wikingersiedlungen Birka und Hovgarden – 1993

Beim Mälaren handelt es sich um den drittgrößten schwedischen See. Dort befinden sich die Inseln Birka und Hovgarden, auf der die Siedlungen zu finden sind. Es gab einen Zeitraum von 200 Jahren, in denen es sich zur wirtschaftlichen und politischen Expansion in Europa kam. Birka, einst ein wichtiger Handelsplatz, und Hovgarden stellen ein Zeugnis dieser Zeit dar.

Eisenhütte Engelberg – 1993

Der andere Name der Welterbestätte, die heute ein Industriemuseum darstellt, lautet Hüttenwerk Engelsberg. Geht es um das 18. und 19. Jahrhundert, so stellte dieses Hüttenwerk eine der modernsten Anlage der damaligen Zeit dar.

Felsritzungen von Tanum – 1994

Bekannt sind diese auch als Vorwarnungen von Tanum. Eingestuft werden diese etwa 3000 Ritzungen in die Bronzezeit. Zur Entdeckung gelangten bis zum jetzigen Zeit mehr als 10.000 Gravuren.

Skogskyrkogarden – 1994

Dieses Areal ist im Süden von Stockholm innerhalb des Stadtteils Enskede zu erreichen. Verantwortlich für die Anlage waren die Architekten Sigurd Lewerentz sowie Gunnar Asplund. Bereits im Jahr 1912 kam es zu ersten Planungen. Doch es sollte noch bis zum Jahr 1917 dauern, bis es zur Anlage der Fläche kam, die sich seit Jahren in der Liste vom Weltererbe befindet. 

Hansestadt Visby – 1995

Auf die Insel Gotland führt die Reise in die schwedische Visby. Gekennzeichnet ist deren Bild von einer Lage an der Westküste der Insel. Dort befindet sich gleichzeitig auch der Sitz vom Bischoff, der dem gleichnamigen Bistum vorsteht. Bereits seit dem Jahr 1805 steht die Hansestadt unter Denkmalschutz. Entdecken lassen sich in der Stadt viele Bauten aus dem Mittelalter.

Kirchenbezirk Gammelstadt in Lulea – 1996

Bezogen auf die Stadt Lulea handelt es sich bei Gammelstad um das alte Zentrum. Gelegen ist dieses Gebiet in der historischen Provinz Norrbotten. Dadurch ist gleichzeitig eine Lage im Norden von Schweden gegeben. Im Mittelpunkt dieser Welterbestätte steht die Kirche, in deren Umgebung sich das Kirchendorf befindet. Gebildet wird diese Siedlung durch 400 Hütten, die einst der Übernachtung dienten.

Gebiet Laponia – 1996

Genauer gesagt geht es um Laponia, das im schwedischen Teil von Lappland zu erreichen ist. Zudem handeltes sich um ein besonderes Welterbegebiet. Nur in dieser Region und drei weiteren Welterbegebieten leben indigene Völker. Die Fläche des geschützten Gebietes besitzt eine Größe von 9400 Quadratkilometern. Innerhalb dieser Welterbestätte sind vier Nationalparks zu erreichen. 

Marinehafen von Karlskrona – 1998

Es ist eine Anordnung aus dem Jahr 1680, die zur Erbauung vom Marinehafen Karlskrona an einer strategisch günstigen Stelle führt. Dieses Gebiet wurde der schwedischen Marine als Hauptstützpunkt zur Verfügung gestellt. Umgeben sind die Werft sowie der Marinestützpunkt von einer Schutzmauer. Zu den Gebäuden innerhalb des Hafens gehören die Hauptwache, drei Materialkammern sowie die Musterungsgebäude.

Schärenküste – Agrarlandschaft von Süd-Öland – 2000

Im Mittelpunkt steht in diesem Fall eine Welterbestätte, die in der Ostsee zwischen Finnland und Schweden liegt. Diese Region gehört zum Bottnischen Meerbusen. Als nördliches Kvarken ist diese Region in Schweden bekannt. Innerhalb des Gebietes besteht zwischen den Städten Vaasa und Umea eine Fährverbindung. Teile vom Kvarken in Finnland sind seit Jahren in der Welterbeliste der UNESCO zu finden. 

Höga Kusten / Kvarken-Archipel – 2000 – 2006 erweitert

Bei Südöland handelt es sich um die viertgrößte in der Ostsee gelegene Insel. Das Gebiet der Insel, das zur Welterbestätte gehört, hat eine Größe von etwa 560 Quadratkilometer. Geprägt ist das Bild von Fluchtburgen, Gewässern, Dörfern sowie Äckern und Weideland. Spuren, wie geschichtsträchtig diese Region ist, zeigen sich in aus der Bronzezeit stammenden Zeugnissen. 

Historische Industrielandschaft „Großer Kupferberg“ in Falun – 2001

Genauer ist die Rede davon, dass es sich um Kopparbergslagen handelt. Dabei dreht es sich um die Landschaft, die sich um den Berg Stora Kopparberget befindet. Dieses erstklassige Zeugnis bietet Einblick in die Geschichte der schwedischen Industrie. Zurückverfolgen lassen sich die Spuren bis in das 9. Jahrhundert als es einst zum Kupferabbau am Tiskasjöberg kam. 

Radiostation Grimeton, Varberg – 2004

Bei Grimeton handelt es sich um einen Längstwellensender, der in der Gemeinde Varberg zu erreichen ist. Weltweit gibt es keinen anderen Maschinensender, der noch funktionsfähig ist. In Betrieb gestellt wird der Sender heute nur zu besonderen Anlässen. Begonnen hat die Geschichte im Dezember 1924, als die erste Inbetriebnahme erfolgt ist. Offiziell zur Eröffnung kam es jedoch erst Anfang Juli 1925. 

Struve-Bogen – 2005

Dabei handelt es sich um den skandinavisch-russischen Meridianbogen, bei dem auch vom Struve-Bogen handelt. Der Name stammt vom deutschbaltischen Astronomen Wilhelm von Struve. Bei dieser Welterbestätte handelt es sich um eine Gradmessung. Genauer geht es um ein Netz von geodätischen Vermessungspunkten, das eine Länge von 3000 Kilometer besitzt.

Holzbauernhäuser in der Provinz Hälsingland – 2012

Im Mittelpunkt steht bei dieser Welterbestätte die Landschaft Hälsingland. Es handelt es sich bei einem Hälsingehof um einen einstigen Hof oder einen jetzigen Hof. BEkannt sind zum heutigen Zeitpunkt etwa 1000 Bauwerke dieser Art. Sie alle besitzen einen kulturhistorischen Wert. Sieben dieser Höfe wurden als schwedisches Kulturdenkmal eingeordnet und stellen heute eine Welterbestätte der UNESCO dar. Es handelt sich um

Erik-Anders in Asta – Bommars in Letsbo – Fagelsjö gammelgard – Jon-Lars und Pallars in Langhed – Gästgivars – Kristofers in Stene 

Copyright by Marina Teuscher 2017 – 2030